| C/2026 A1 (MAPS) |
| Entdeckung durch MAPS am AMACS1 Observatorium (CHL)
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| Periheldurchgang (0.005 AE), geringste Elongation (2.5°) und maximale Helligkeit erwartet (-2m?) |
| Erdnähe (0.962 AE)
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Geschichte:
Die Beobachtergruppe MAPS (A. Maury, G. Attard, D. Parrott, F. Signoret) entdeckte am 13. Jänner auf Aufnahmen, welche am AMACS1 Observatorium (San Pedro de Atacama, Chile) mit einem 0,28-m-Schmidt-Astrograph aufgenommen wurden, einen 17.8m hellen Kometen.
Schnell wurde die Bahn des Kometen als die eines Kreutz-Sonnenstreifers erkannt. Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung befand sich der Komet noch 2.056 AE von der Sonne entfernt. Es ist dies die weiteste Entfernung, in der man einen Kreutz-Sonnenstreiferkomet je entdeckt hat. Der Kometenkern sollte damit eine Grösse von 1-2 km haben. Die geringe absolute Helligkeit (H = 14–15 bei r = 2,0) spricht eher gegen das Überleben des Kometen nach dem Perihel.
Zu den bisher vom Boden aus beobachteten Kreutz-Sonnenstreifenkometen gehören C/2011 W3 (Lovejoy) und C/2024 S1 (ATLAS), die beide vor dem Perihel absolute Helligkeiten (H) von etwa 7,5–11 aufwiesen und sich beide in der Nähe des Perihels auflösten. Zu den Kreutz-Sonnenstreifern, die in den letzten 65 Jahren vom Boden aus beobachtet wurden und das Perihel überlebt haben, gehören C/1963 R1 (Pereyra) und C/1970 K1 (White-Ortiz-Bolelli). Beide wurden erst kurz nach dem Perihel entdeckt und wiesen eine Helligkeit von H = 6–7 auf. Der einzige Kreutz-Sonnenstreifer, der in diesem Zeitraum beidseitig des Perihels vom Boden aus beobachtet wurde, war C/1965 S1 (Ikeya-Seki), der beidseitig des Perihels eine Helligkeit von H = 6,5 aufwies.
C/2026 A1 (MAPS) wird sein Perihel am 4. April mit einem Abstand von 0.005 AE durchlaufen. Er kann im Februar und März als lichtschwaches Objekt am Süd -und Südwesthimmel beobachtet werden. Ab 22. März sinkt die Elongation auf unter 30° und die Helligkeit wird rasch ansteigen. Die maximale Helligkeit könnte Anfang April dann zwischen +2 und -2m erreichen.
Sichtbarkeit:
Im Februar kann der Komet tief am südlichen Abendhimmel im Sternbild Eridanus beobachtet werden.
Die Helligkeit wird allerdings nur rund 15m betragen.
Weitere Infos: